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Bremsen am Rollator : Wo liegen die Vorteile und Unterschiede?

Personen mit Handikap sind oft sehr auf einen Rollator angewiesen. Vor allem im Straßenverkehr müssen an dem Gerät zuverlässige Bremsen vorhanden sein. Es gibt drei verschiedene Bremssysteme bei modernen Rollatoren – mit jeweils eigenen Vorteilen und Anwendungsbereichen. Bei der „einfachen“ Rollator-Bremse presst ein Bremsklotz oben auf das jeweilige Rad. Beim innenliegenden Bremssystem auch IBS genannt drückt er auf den Ring, welcher sich an der Innenseite der Felge befindet. Das dritte System ist das reversible Bremssystem kurz RBS genannt. Das wiederum arbeitet verkehrt herum, d.h. zum Bremsen lässt der Benutzer die Bremsgriffe los und für die Fahrt zieht er sie an.

Die Bremssysteme:

a. Standardbremssystem

Bei dem noch weit verbreiteten Standardbremssystem ist die Bremswirkung ist unter alltäglichen Umständen gut. Der Rollator ist sozusagen sicher, dabei muss aber die Rollatorbremse des Öfteren nachgestellt werden. Rad und auch Bremse werden bei diesen Modellen recht stark abgenutzt. Vor allem dann, wenn Sie über längere Strecken mit einer schleifenden Bremse unterwegs sind. Das ist insbesondere auf abschüssigen Straßen der Fall.
Beim TOPRO Troja Classic ist ein Standardbremssystem vorhanden. (ASIN B00H9EY43E)

Innenliegendes Bremssystem

Das innenliegende Bremssystem kurz IBS, bietet eine innovative Lösung an. Bei dieser Rollatorbremse drücken die Backen der Bremse auf den Ring an der Innenseite der Radfelge. Der Ring ist aus einer besonderen thermoplastischen Gummimischung gefertigt, die sehr wenig Verschleiß hat. Der Vorteil von IBS Rollatorbremsen ist die bessereBremswirkung, eine erheblich längere Haltbarkeit und die IBS Bremsen müssen auch beim Radwechsel nicht nachjustiert werden. Außerdem kann man diese Rollator-Bremse deutlich feiner dosieren. Sie hat eine stärkere Bremswirkung und der Rollator kann gezielter zum Stehen gebracht werden. Das ist vor allem beim Gehen bergab mit einer schleifenden Bremse und beim Laufen und Bremsen mit dem beladenen Rollator ein Vorteil. Selbst der Radwechsel ist erheblich einfacher, weil die Rollatorbremsen nicht mehr nachjustiert werden.
Der Rollator TOPRO Troja 2G Basic S ist mit IBS Bremsen ausgestattet.
(ASIN B008VQOYRU)

c. Das reversible Bremssystem

Das reversible Bremssystem kurz RBS wurde speziell für den sogenannten Parkinsonrollator TOPRO Troja Neuro entwickelt. Es beruht auf der Technik des IBS, wobei es allerdings verkehrtherum funktioniert. Parkinson-Patienten und andere mit neurologischen Erkrankungen verkrampfen häufig. Dann kommen sie nur sehr schwer, mit normalen Rollatorbremsen zurecht, und diese z. B. auf einem Abhang zu dosieren. Beim reversiblen Bremssystem werden aus diesem Grund die Bremsgriffe während der Fahrt angezogen und beim Bremsen frei gelassen. Der Vorteil dieses Bremssystems ist die leichtere Koordination und eine damit erhöhte Sicherheit. Zudem gibt das RBS dem Nutzer des Rollators mehr Stabilität während er auf dem Rollator sitzt oder auch beim Einkaufen.

Fazit:
Die modernen Bremssysteme IBS und RBS sind wartungs- und verschleißarm und müssen nach dem Radwechsel nicht nachgestellt werden. Das ist vor allem für die Rollator-Nutzer, die mit verschiedenen Radtypen unterwegs sind und diese selbst bei Bedarf auswechseln, einfacher als bei den verschleißstärkeren Standardbremsen. Die Hersteller bieten Rollatoren mit allen Bremssystemen in verschiedenen Preislagen an.


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